Zusammenfassung der Notfallsitzung vom 15.01.2013

Auf der Notfallsitzung vom 15.01.2013, ausgerichtet von der FSI Ökonomie, wurden vor allem die Hintergründe zur Schließung erläutert und eine Initiative gegen die Schließung angekündigt. Im Folgenden findet ihr eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte der Veranstaltung sowie Informationen über das weitere Vorgehen.

Die Schließung des Instituts ist mittlerweile schon seit ca. einem Jahr von Hr. Prof. Dr. Grüske geplant, jedoch bisher noch nicht endgültig beschlossen worden. Die Lage ist aktuell sehr gespannt, da eine Einstellung der Lehramtsstudiengänge innerhalb der nächsten Wochen/Monate beantragt werden müsste. Werden die Studienfächer Wirtschaftswissenschaften für Lehramt Gymnasium und Realschule zum Wintersemester 2013/2014 eingestellt, so bedeutet das gleichzeitig das Ende des Institutes und aller seiner Studiengänge (aktuell Lehramt Gymnasium/Realschule, Bachelor, Master). Die Hintergründe für die Schließung lassen sich relativ einfach erklären. Zuerst einmal bemühte sich die FAU Erlangen-Nürnberg letztes Jahr um die Excellenzinitiative „Emerging Fields“ und baute dabei viele Lehrstühle und Forschungseinrichtungen aus (v.a. im naturwissenschaftlich-technischen Bereich), um der Bewerbung für die Fördergelder Nachdruck zu verleihen. Nachdem im Herbst bekannt wurde, dass

diese Bemühungen vergebens waren und die Initiative gescheitert war, klaffte somit ein größeres Loch im Unihaushalt: die neuen Stellen mussten finanziert werden. Seitdem wird versucht uniweit ca. 100 Stellen abzubauen. Die Lage des Instituts kam diesen Entwicklungen gerade gelegen. Durch den Beamtenstatus der Professoren ist es nicht sehr leicht einfach Stellen zu streichen. Die Besonderheiten an unserem Institut ergaben allerdings folgendes Bild: Hr. Prof. Dr. Kurer ist seit Anfang 2011 im Ruhestand, Hr. Prof. Dr. Bahadir seit Herbst 2011 in Altersteilzeit und Hr. Prof. Dr. Gilbert bekam ebenfalls Ende 2011 einen Ruf an die Universität Hamburg. Die Unileitung sah in dieser Konstellation die Möglichkeit auf einen Streich viele Stellen abbauen zu können ohne große Probleme zu bekommen, da der einzig Verbleibende, Hr. Prof. Dr. Kähler, ab 2019 in Ruhestand gehen wird. Aus diesem Grund wurden bereits keine neuen Vertragsverhandlungen mit Hr. Prof. Dr. Gilbert aufgenommen, da diese bedeutet hätten, dass das Institut längerfristig nicht geschlossen werden kann. Für die Nachbesetzungen der Lehrstühle in VWL und BWL laufen derzeit Berufungsverfahren. Voraussichtlich zum Sommersemester 2013 wird ein/e neue/r VWL-Professor ans Institut kommen, zum Wintersemester 2013/2014 wird der BWL Lehrstuhl neu besetzt. Beide Stellen sind jedoch bisher nur auf fünf Jahre befristet.



Welche Folgen hätte eine Schließung?
Eine Schließung des Instituts hätte für alle Studierenden weitreichende Folgen. Zwar muss jedem garantiert werden, dass er sein Studium abschließen kann, aber es werden mit verschwinden der ersten Studiengänge auch nach und nach Veranstaltungsangebote abgebaut. Unregelmäßigkeiten im Studienverlauf, Auslands- oder Praxissemester können dann zu einem Problem werden, da sich stark an den Angeboten orientiert werden muss und nicht an den persönlichen Vorstellungen des Studiums. Ebenso kann es bei späteren Bewerbungen schwierig werden zu erklären, warum das eigene Studienangebot eingestellt wurde: war die eigene Ausbildung etwa so schlecht?

Was spricht gegen die Schließung?
Gegen die Schließung spricht in aller erster Linie die Popularität des Studienfachs. Vor allem nach Wegfall des NCs zum Wintersemester 2012/2013 konnten insgesamt 382 neue Studierende (BA + Lehramt Gymnasium + Lehramt Realschule + MA) begrüßt werden. Im Vergleich zu anderen Fächern bewegte man sich dabei ständig unter den Top 4 der philosophischen Fakultät. Insgesamt ist das Institut mit 953 Studierenden sicherlich nicht als unbeliebt zu bezeichnen. Gerade auch die Kombinationsmöglichkeiten vor allem im Bachelor und im Lehramt ergeben ein interdisziplinäres und erfolgversprechendes Studienangebot. Und auch International ist das Institut gut aufgestellt: der Masterstudiengang „Development Economics and International Studies“ erfreut sich großer Beliebtheit. Im aktuellen Jahrgang finden sich Studierende der ganzen Welt, was den kulturellen Austausch zusätzlich fördert.
Desweiten ist abzusehen, dass sich die Universität auch für die nächste Excellenzinitiative bewerben möchte. Ironischerweise versucht man dabei die Lehrerausbildung der Universitäten zu stärken. Diese Bestrebungen widersprechen sich vehement mit der Schließung des Instituts und der damit verbundenen Einstellung der Lehramtsstudiengänge Wirtschaftswissenschaften für Gymnasium und Realschule.

Was kann und wird die FSI jetzt tun und wie kann ich sie unterstützen?
Wir, als die FSI Ökonomie, wollen uns für die Erhaltung des Instituts und aller damit verbundenen Studiengänge einsetzen. Dazu sollen Briefe an Hr. Prof. Dr. Grüske, die Presse und auch an Politiker gesendet werden. Um unsere Argumente zu unterstützen läuft derzeit eine Unterschriftenaktion. Alle Studiereden können sich in die Listen eintragen und damit gegen die Schließung des Instituts demonstrieren. Bis 31.01.2013 habt ihr noch die Möglichkeit zu unterschreiben:

  • In Vorlesungen, wenn Listen durchgegeben werden
  • Im Sekretariat des Instituts bei Fr. Lohmaier (Montag bis Donnerstag – 9:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 16:00 Uhr; Freitags – 9:00 bis 12:00 Uhr)
  • In Listen zum Selbst-Ausdrucken bzw. Selbst-Sammeln

Bitte beachtet: Eine Unterschrift pro Person! Eintragung nur persönlich und handschriftlich!

Bei Fragen könnt ihr die FSI gerne kontaktieren:
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